HFC zieht souverän ins Achtelfinale ein

Der Hallesche FC hat seine Pflichtaufgabe im FSA-Pokal souverän gelöst. Vor mehr als 2.800 Zuschauern im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion gewann der Titelverteidiger mit 6:0 gegen die SG Reppichau. Stanley Ratifo traf doppelt. Im Achtelfinale wartet nun Fortuna Magdeburg.

Ein großartiger Pokalabend in Dessau endete mit dem erwarteten Sieger. Die SG Reppichau stemmte sich vor stimmungsvoller Kulisse lange gegen den Favoriten, doch spätestens unmittelbar nach dem Seitenwechsel waren die Kräfteverhältnisse endgültig geklärt. Der Hallesche FC setzte sich am Ende deutlich mit 6:0 durch und zog souverän in die nächste Runde des FSA-Pokals ein.

Dabei verkaufte sich der Verbandsligist gerade in der ersten Halbzeit teuer. Reppichau versteckte sich nicht und setzte immer wieder kleine Nadelstiche. Der HFC bestimmte zwar erwartungsgemäß die Partie, musste aber zunächst Geduld beweisen.

Benyamina bringt den HFC auf Kurs

Nach 13 Minuten fiel die Führung. Nach einer Hereingabe von rechts kam Soufian Benyamina im Fünfmeterraum zum Abschluss. Reppichau konnte zunächst noch auf der Linie klären, beim Nachschuss des HFC-Stürmers war Torhüter Max Schenk dann aber machtlos.

Die SG ließ sich davon zunächst nicht beeindrucken. Besonders in Umschaltsituationen zeigte der Außenseiter, warum der HFC die Aufgabe trotz der klaren Rollenverteilung ernst nehmen musste. Die beste Gelegenheit hatte Fernando Spremberg in der 17. Minute, sein Abschluss stellte Martin Schulze im Hallenser Tor allerdings vor keine größeren Probleme.

Auf der anderen Seite erhöhte der HFC den Druck. Stanley Ratifo sorgte schließlich für den schönsten Treffer des ersten Durchgangs. Der Angreifer nahm aus rund 20 Metern Maß und jagte den Ball in der 33. Minute sehenswert zum 2:0 in den Winkel.

Noch vor der Pause boten sich den Hallensern weitere Möglichkeiten. Benyamina scheiterte nach einem Zuspiel von Kulke aus spitzem Winkel an Schenk und verpasste wenig später eine Hereingabe von Damelang nur knapp. Reppichau blieb dennoch im Spiel und ging mit einem respektablen 0:2-Rückstand in die Kabine.

Ratifo sorgt direkt für die Entscheidung

Nach Wiederbeginn brauchte der HFC allerdings nur wenige Sekunden, um die Partie endgültig zu entscheiden. Berger brachte den Ball von der rechten Seite in den Strafraum, wo Ratifo am langen Pfosten völlig frei stand und zum 3:0 einschob. Es war sein zweiter Treffer des Abends und zugleich die zweite Torvorlage von Berger.

Danach spielte fast nur noch der Regionalligist.

Benyamina hätte kurz darauf sogar das vierte Tor erzielen können, scheiterte mit seinem Lupfer jedoch an Schenk und dem Pfosten. Auch Damelang fand zunächst im starken Reppichauer Schlussmann seinen Meister.

In der 59. Minute war aber auch Schenk machtlos. Nach einer abgewehrten Hereingabe landete der Ball bei Niklas Landgraf. Der HFC-Kapitän fackelte nicht lange und hämmerte die Kugel zum 4:0 ins Netz.

Reppichaus beste Gelegenheit zum Ehrentreffer vergab wenig später Oskar Schulze, dessen Abschluss aus aussichtsreicher Position am Tor vorbeiging.

Damelang und Ehrlich machen das halbe Dutzend voll

Mit zunehmender Spielzeit schwanden beim Verbandsligisten erwartungsgemäß die Kräfte. Der HFC blieb dagegen gefährlich. Nach 75 Minuten durfte sich zudem Nils de Wispelaere im Tor der SG zeigen. Der erst 18-Jährige und bekennende HFC-Fan bekam damit noch einige Minuten gegen seinen Lieblingsverein.

Allerdings musste auch er schnell hinter sich greifen. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung tauchte Julien Damelang vor dem Tor auf und überwand den jungen Schlussmann mit einem gefühlvollen Lupfer zum 5:0.

Niklas Landgraf verpasste anschließend bei einem Freistoß aus rund 27 Metern seinen zweiten Treffer nur knapp, der Ball landete an der Latte.

Den Schlusspunkt setzte Lucas Ehrlich in der 90. Minute. Berger zwang de Wispelaere mit einem sehenswerten Abschluss zunächst zur Parade, doch Ehrlich stand beim Abpraller richtig und schob zum 6:0-Endstand ein.

Reppichau verabschiedet sich erhobenen Hauptes

Das Ergebnis fiel am Ende deutlich aus, erzählt aber nur einen Teil der Geschichte dieses Pokalabends. Mehr als 2.800 Zuschauer sorgten im Paul-Greifzu-Stadion für eine besondere Atmosphäre. Für die SG Reppichau, die für das Spiel eigens nach Dessau umgezogen war, wurde die Partie trotz der Niederlage zum großen Fußballfest.

Vor allem im ersten Durchgang hielt der Verbandsligist mutig dagegen und erarbeitete sich selbst einige Möglichkeiten. Nach dem schnellen dritten Gegentreffer unmittelbar nach der Pause ließ der HFC allerdings kaum noch Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.

Für den Titelverteidiger geht die Mission Landespokal damit weiter. Nach dem klaren 6:0-Erfolg wartet im Achtelfinale nun Fortuna Magdeburg.

Tore: 0:1 Benyamina (13.), 0:2 Ratifo (33.), 0:3 Ratifo (46.), 0:4 Landgraf (59.), 0:5 Damelang (76.), 0:6 Ehrlich (90.)
Zuschauer: über 2.800
Spielort: Paul-Greifzu-Stadion, Dessau

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